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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

LV Rheinland-Pfalz

Lehrer testen ihre Rettungsfähigkeit für den Schwimmunterricht

Am kommenden Montag geht es nun auch bei den Schulen mit dem Schulschwimmen im Freizeitbad Molzberg los. Ab dem zweiten Schulhalbjahr wird in vielen Schulen der Region wieder der Schwimmunterricht erteilt. Im Freizeitbad Molzberg werden hierzu an drei Vormittagen Bahnen zur Verfügung gestellt. Die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion Koblenz bot in Kooperation mit dem Referat „DLRG und Schule“ der DLRG Rheinland-Pfalz eine schulinterne Fortbildung an, bei der die Lehrer ihre Rettungsfähigkeit auf den Prüfstand stellen konnten. Unterstützt wurde der Referatsleiter des Landesverbandes Alfred Hofmann von Katrin Schmidt, Andreas Nocker und Reinhard Baumgarten, Lehrscheininhaber der DLRG Ortsgruppe Betzdorf / Kirchen. Insgesamt 43 Lehrerinnen und Lehrer nutzten die Möglichkeit, ihre eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten beim Schnellschwimmen, Springen, Strecken- und Tieftauchen, Schleppen, Anlandbringen und der Ersten Hilfe zu aktualisieren. Einem Sicheren Schulschwimmunterricht steht nun nichts mehr im Wege.

Erstes DLRG Tauchmedizin-Symposium in Speyer ein voller Erfolg




Am 29. November veranstalteten die DLRG Landesverbände Rheinland-Pfalz, Baden, Württemberg und Saar gemeinsam das erste DLRG Tauchmedizinsymposium. In der Deutschen Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer trafen sich insgesamt 12e Tauchsport- und Medizininteressierte, um gemeinsam über aktuelle Trends und Entwicklungen in der Tauchmedizin zu diskutieren und sich in hochinteressanten Workshops und Vorträge zu informieren.

Zu den Teilnehmern gehörten überwiegend Tauchlehrer beziehungsweise Lehrtaucher, 23 Ärzte von denen 17 die GTÜM-Spezialisierung haben, und Rettungsdienstmitarbeiter. Darunter Dr. Uwe Hoffmann, frisch gewählter Vizepräsident des Verbandes Deutscher Sporttaucher (VDST) und Dr. Peter HJ Mueller, seit  März 2011 Vizepräsident der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin (GTÜM).

Das Highlight waren die Vorträge von Privatdozent Dr. Claus-Martin Muth, der derzeit zu den wenigen noch aktiven Forschern im Bereich der Tauchmedizin gehört und hier viele Anwendungsstudien selbst mit seiner Arbeitsgruppe an der Uni Ulm durchführt. So beleuchtete er in einem sehr spannenden Beitrag die medizinische Sicht auf das Apnoetauchen und erklärte, wie der menschliche Körper ohne jede Technik auf solche Tiefen gebracht werden kann. In einem weiteren Vortrag beleuchtete er das Thema „Frauen und Tauchen“, denn der weibliche Körper reagiert beispielsweise auf Dekompressionserkrankungen mit anderen Symptomen und Erkennungszeichen, als der männliche Körper. Dr. Claus-Martin Muth ist eigentlich ein üblicherweise hochbezahlter Referent für so Anlässe, aber durch seine DLRG-Wurzeln und die persönliche Freundschaft mit Michael Klamm war auch er an diesem Tage ehrenamtlich tätig.

Die Veranstaltung war für die Organisatoren eine sehr gelungene Premiere, denn das Feedback der Teilnehmer war sehr positiv. Da man zum ersten Mal eine Veranstaltung dieses Ausmaßes gestemmt hatte, konnten die vier Landesverbände nicht nur feststellen, dass sie sehr gut miteinander kooperiert haben. Auch vor Ort lief organisatorisch alles glatt, nicht zuletzt dank der fünf ehrenamtlichen Mitarbeiter im Kongressbüro unter der Leitung von Willi Keil.

Derzeit laufen erste Gespräche ob, wie und wo die Veranstaltung im neuen Jahr fortgesetzt wird.


DLRG Sommerbilanz 2011: 306 Menschen ertrunken

Bad Nenndorf: Obwohl der Sommer 2011 weitgehend kalt und verregnet war, sind in den ersten acht Monaten 306 Männer und Frauen ertrunken. Zwischen Juni und August kamen 117 Menschen in deutschen Gewässern ums Leben. Im Vergleich mit dem Vorjahr waren es 25 Personen weniger. Diese Zahlen gab die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) heute bekannt.

„Das schlechte Wetter hat viele Menschen vom Schwimmen oder Wassersport abgehalten. Die Freibäder beklagen erhebliche Rückgänge bei den Besucherzahlen und auch viele Urlauber an Nord- und Ostsee verzichteten auf ein Bad in den Wellen. Dennoch ist die Zahl der tödlichen
Unfälle nach wie vor sehr hoch. Signifikante Rückgänge sind nicht erkennbar. Von einer Entspannung der Sicherheitslage im und am Wasser kann keine Rede sein“, kommentierte DLRG-Präsident Dr. Klaus Wilkens die Zwischenbilanz.

Die meisten Todesfälle ereigneten sich wieder im Binnenland. In Flüssen, Seen und Kanälen kamen zumeist abseits bewachter Badestellen 253 Menschen ums Leben, das sind 82,7% aller tödlichen Unfälle. Wieder entspannt hat sich die Sicherheitslage an den Küsten von Nord- und
Ostsee. 14 Personen verloren im Meer das Leben, neun weniger als vor einem Jahr. Gleichzeitig verzeichneten die Rettungsschwimmer der DLRG in den Sommermonaten zahlreiche lebensrettende Einsätze an den bewachten Badestellen. „Ohne ihren Einsatz wären die tödlichen Badeunfälle deutlich höher. Dies zeigt die Notwendigkeit und den Erfolg des ehrenamtlichen Wasserrettungsdienstes“, so Dr. Klaus Wilkens weiter.

In Schwimmbädern ertranken acht Menschen, neun weniger als noch im Vorjahr. Insgesamt sind Schwimmbäder, die ebenfalls bewacht sind, sichere Badestellen. Die tödlichen Unfälle in Gartenteichen und privaten Swimmingpools sind ebenfalls deutlich zurückgegangen. Fünf Opfer weist die Statistik der DLRG aus, darunter waren drei Kleinkinder im Alter zwischen
einem und vier Jahren.

Die Verteilung der tödlichen Wasserunfälle nach Alter zeigt, dass besonders die älteren Menschen über 50 Jahre betroffen sind. 166 Männer und Frauen in den höheren Altersklassen sind 2011 bisher ertrunken, das sind 59%. In den Altersstufen von null bis 15 Jahren ertranken erfreulicherweise nur 17 Kinder und Jugendliche.

Kaum Veränderungen zeigt die Statistik nach Geschlecht: Vier von fünf Opfern sind Männer. 244 Männer und 61 Frauen kamen in deutschen Gewässern in den ersten acht Monaten dieses Jahres um.

Wie in den Vorjahren führt Bayern die Liste der Bundesländer mit den meisten Todesfällen durch Ertrinken wieder an. 60 Personen starben in bayerischen Gewässern, gefolgt von Niedersachsen mit 45 Opfern, Baden-Württemberg (40) und Nordrhein-Westfalen (36). Mit Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern nehmen drei „neue“ Bundesländer mit
20, 16 und 15 Todesfällen die Plätze fünf bis sieben ein. Im Bundesland Bremen ertrank nur eine Person, wenige Opfer gab es auch im Saarland (4), Thüringen (5) und Sachsen-Anhalt (6).

Hier die Details zum Rheinland-Pfalz:

Ertrinken 2011 bis 19.08.2011 – Rheinland-Pfalz


Gesamt:                13     


Davon Monate


Januar                5                 

Februar                1                 

März                    0                 

April                    2                 

Mai                    1                       

Juni                    1                 

Juli                    1                       

August                2             


Davon Geschlecht


Weiblich            3                                

Männlich            10   

Noch nicht identifiziert    0

 

Davon Alter

0 - 5 Jahre            0                  

6 – 10 Jahre            0           

11 – 15 Jahre            0           

16 – 20  Jahre            1       

21 – 25 Jahre            0           

26 – 30 Jahre            0           

31 – 35 Jahre            1           

36 – 40 Jahre            1               

41 – 45 Jahre            0           

46 – 50 Jahre            0       

51 – 55 Jahre            1           

56 – 60 Jahre            0       

61 – 65 Jahre            2       

66 – 70 Jahre            3           

71 – 75 Jahre            1           

76 – 80 Jahre            1       

81 – 85 Jahre            0           

86 – 90 Jahre            0           

über 90 Jahre            0           

noch nicht identifiziert    2       


Davon Orte

Bach                2                 

Fluss                9                   

Diverse                0                    

Gartenteich / Swimmingpool    0     

Graben                0                 

Hafen /-becken            0                

Kanal                0                      

Schwimmbad            1           

See / Teich            1       

DLRG unterstützt Bergungsarbeiten nach Zuteingleisung bei St. Goar

DLRG-Kräfte vor Ort beim Zugunglücl bei St. Goar.

Nachdem am Sonntag, dem 11. September bei St. Goar ein IC entgleist war, wurde auch die DLRG zur Unterstützung der Rettungs- und Bergungsarbeiten alarmiert. In den Einsatz ging die Wasserrettungsgruppe 1 des Wasserrettungszuges Rhein-Hunsrück mit den DLRG-Ortsgruppen Bad Salzig und Boppard.

Die Wasserretter wurden mit drei Mannschaftsfahrzeugen zum Transport von Fahrgästen des verunglücktes Zuges in eine Betreuungsstelle beauftragt. Dort, in der Rheingold-Halle, wurden die Personen versorgt. Bei dem Unglück wurden 15 Personen verletzt. Der Zug eingleiste, weil Regefälle Geröll und Schlamm auf die Schienen gespült hatten.

Die Teileinheiten des Wasserrettungszuges waren zusammen mit Kräften der Feuerwehren aus Bad Salzig, St. Goar, Oberwesel, Niederburg, Perscheid, Damscheid, Werlau, Biebernheim, Simmern, Boppard und Emmelshausen im Einsatz. Zusätzlich waren Kräfte des DRK, des THW und des Malteser-Hilfsdienstes im Einsatz. Insgesamt waren 292 Einsatzkräfte im Einsatz. Von der DLRG waren insdesamt 12 Einsatzkräfte vor Ort.

Ausführlich berichtet hier die ARD über das Zugunglück: http://www.swr.de/nachrichten/rp/-/id=1682/nid=1682/did=8588446/dlei2d/index.html

DLRG unterstützt die Suche nach vermisstem Schiffsführer des TMS Waldhoff

Die Vermisstensucher erfolgte an Land und auf dem Wasser.





Im Januar kenterte auf Höhe der Loreley das Tankmotorschiff Waldhof. Schon damals war die DLRG bei der Such- und Rettungsaktion beteiligt. Jetzt wurde auf Initiative des Binnenschifferforums erneut eine Suche nach dem vermissten 33-jährigen Schiffsführer gestartet.  Dies geschah auf Bitten der Eltern des Besatzungsmitgliedes auch diesmal waren DLRG-Kräfte dabei im Einsatz. Leider führte die Suche am 27. August nicht zum Erfolg. Am 6. September soll deshalb eine weitere Suche erfolgen.

Auf der linken Rheinseite, im Zuständigkeitsbereich des Rhein-Hunsrück-Kreises, suchten neben den Feuerwehren der Verbandsgemeinde St. Goar-Oberwesel sowie der Stadt Boppard, dem DRK Ortsverband Bad Salzig und der Polizei auch der DLRG-Wasserrettungszug Rhein-Hunsrück mit seinen Einsatzkräften zu Fuß und mit Rettungsbooten das zum Teil schwer zugängliche Ufergelände zwischen der Loreley und dem Campingplatz Spay ab.

Der DLRG Landesverband brachte die DLRG Ortsgruppen Boppard, Bad-Salzig, Simmern, Bad-Kreuznach, Idar-Oberstein und Kaub-Loreley in den Einsatz. Neben einem Führungstrupp beteiligten sich  vier Bootstrupps und zwei Einsatztauchertrupps an der Suche. Die Zusammenarbeit mit den anderen Hilfsorganisationen klappte ausgezeichnet.

Bei der Feuerwehr-Einsatzleitung waren von der DLRG Thomas Heidinger als Zugführer ein ein Fachberater Wasserrettung eingesetzt.

Bei der Suchaktion waren insgesamt  150 Einsatzkräfte und 10 Rettungsboote der Hilfsorganisationen beteiligt.  Da zum Zeitpunkt des Unglückes Hochwasser war, suchten Fußtrupps auch das Ufer und die dortige Vegetation und „Treibgutnester“ ab.

Hier ein Video des Wiesbadener Tagblattes.

19-Jähriger ertrinkt im Baggersee bei Germersheim

Am Wochenende kam es in der Südpfalz zu einem traurigen Badeunfall. Ein 19-jähriger Schwimmer  ist aus bisher ungeklärten Gründen in einem Baggersee bei Germersheim-Sondernheim ertrunken. Zeugen sollen beobachtet haben, dass der Schwimmer plötzlich untergegangen und nicht mehr aufgetaucht sei. Die um kurz nach 18 Uhr alarmierten Rettungskräfte begannen sofort mit der Suche.

Ein DLRG Rettungstaucher fand den jungen Mann gegen 19:20 und brachte ihn als Ufer. Die Wiederbelebungsversuchen blieben leider erfolglos. Für die beteiligten Rettungskräfte der Polizei, der Feuerwehr, der  Malteser, des DRK und der DLRG sowie des Rettungshubschraubers Christoph 5 endete der Einsatz um 20:15 Uhr.

Die DLRG Ortsgruppen Wörth (Landesverband Rheinland-Pfalz) und Oberhausen – Rheinsheim (Landesverband Baden) hatten zwei Tauchtrupps, sowie einen Führungstrupp und einen Bootstrupp im Einsatz.

Urkunde und Gedenkmedallie für die Helfer der Waldhof-Havarie


Der Innenstaatssekretär und designierte Innenminister Roger Lewentz ehrte zusammen mit Landrat Bertram Fleck die Helfer der DLRG, die bei der Havarie des Tankmotorschiffes Waldhof an der Loreley im Einsatz waren. Sie erhielten eine Urkunde und eine Gedenkmedallie. Am 13. Januar kenterte das mit 2400 Tonnen Schwefelsäure beladene Schiff in der Kurve an der Loreley.


Gerd Dutka wurde mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt



Im Rahmen einer Feierstunde überreichte Innenstaatssekretär Roger Lewentz heute die vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, das so genannte Bundesverdienstkreuz, an Gerd Dutka aus Kobern-Gondorf. „Mit dieser Auszeichnung werden Bürgerinnen und Bürger unseres Landes bedacht, die sich über viele Jahre in den Dienst der Gemeinschaft gestellt und so einen wichtigen Beitrag für unser Gemeinwesen geleistet haben. Unsere Gesellschaft ist angewiesen auf die Bereitschaft sehr vieler Menschen, sich aktiv in das Gemeinschaftsleben einzubringen und ehrenamtlich mehr zu tun, als sie unbedingt müssen. Der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ist die einzige und damit zugleich höchste Verdienstauszeichnung, die die Bundesrepublik Deutschland für besondere Verdienste um das Allgemeinwohl vergibt“, sagte der Staatssekretär in seiner Laudatio.

Gerd Dutkas jahrzehntelanges Engagement begann, als er im Jahr 1968 der deut-schen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) beitrat. Zunächst war er als Ausbilder Schwimmen und Bootswesen beschäftigt und gehörte drei Jahre lang dem Lehrstab Rettungsboote an. Darüber hinaus war er sechs Jahre lang Geschäftsführer und Kassierer in der DLRG-Ortsgruppe. Außerdem übt Gerd Dutka seit mehreren Jahren das Amt des Bootswartes aus. Im DLRG-Landesverband ist er seit 1980 Leiter des Ressorts Bootswesen und seit 1987 des Ressorts Katastrophenschutz. In diesem Rahmen kümmert er sich um Organisation und Durchführung der Ausbildungslehrgänge für Rettungsbootführer der DLRG und der Fortbildungslehrgänge für Bootsführer der DLRG.

2004 wurde er zusätzlich zum Leiter Einsatz des DLRG-Landesverbandes gewählt. In dieser Funktion ist er für alle technischen Ressorts des Landesverbandes verantwortlich. Darüber hinaus ist Gerd Dutka auch Organisator und Leiter des Einsatzes der Rettungsboote bei der überregional bekannten Veranstaltung „Rhein in Flammen“. Ferner ist er Koordinator und Fachvertreter für den Katastrophenschutz der DLRG im Ministerium des Innern und für Sport. Außerdem gehört er der dortigen „Projektgruppe Digitalfunk“ an. Seit 15 Jahren ist er darüber hinaus Hauptverantwortlicher des DLRG-Landesverbandes bei der Durchführung der Rheinland-Pfalz-Tage, speziell bei der Wasservorführung.

Dieser Text ist eine Pressemeldung des Ministeriums des Inneren und für Sport.

Rettungsschwimmer für die Küste gesucht

Jeder hat sie irgendwann schon einmal gesehen - die „Lifeguards“ der DLRG. Sie wachen an den Badestränden im Küsten- und Binnenbereich, halten das wassersportliche Treiben im Auge und greifen ein, wenn Not am Mann ist. Dies ist die traditionelle Aufgabe in der Wasserrettung, der sich die DLRG seit ihrem Gründungsjahr verschrieben hat und die auch heute noch eine Kernaufgabe darstellt.

Es werden noch "Mitmacher" gesucht. Infos hier: http://zwrd.dlrg.de/ Bewerbungsformular hier!

Doch wer stellt den Bedarf an zusätzlichen Wachgängern vor Ort fest und organisiert die Verteilung der Rettungsschwimmer auf die Wasserrettungsstationen? Seit gut einem Jahr konzentriert die DLRG den Zentralen Wasserrettungsdienst an den Küsten von Nord und Ostsee (ZWRD-K) in einer Hand. Der DLRG-Bundesverband ist seit Januar 2010 zuständig für die Sicherheit an 2.300 Kilometern Küste zwischen Borkum und Usedom und hat die Aufgaben der Küstenlandesverbände Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die über Jahrzehnte den Wasserrettungsdienst für ihr Küstengebiet mit Einsatzleitern erfolgreich organisiert haben, übernommen.

Die zentrale Bewerbungs- und Koordinierungsstelle ZWRD-K organisiert die Bewerbungen und den Einsatz der Rettungsschwimmerinnen und –schwimmer, deren Qualifizierung sowie in der Perspektive zusätzlich auch die Bereitstellung der Stationsausstattung und den Betrieb von Wasserrettungsstationen. Eine Mammutaufgabe, gilt es doch, etwa 4.000 Rettungsschwimmer an den Küsten zu koordinieren. Hauptberuflicher Leiter der Bewerbungs- und Koordinierungsstelle ZWRD-K ist Peter Sieman, zuvor Referatsleiter für Einsatz-Medizin-Rettungssport. Ihm zur Seite steht mit Cordula Dietrich als Assistentin die langjährige Mitarbeiterin im Einsatzreferat. Um die Zusammenarbeit mit den Gemeinden und Kurverwaltungen zu optimieren und das erweiterte Angebot umzusetzen, wurden im Jahr 2010 erstmalig Abschnittsleiter eingesetzt, um die Rettungsschwimmer regional zu unterstützen.

Es werden noch "Mitmacher" gesucht. Infos hier: http://zwrd.dlrg.de/

Die Einsatzleiter der Landesverbände Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nehmen weiterhin die operative Gesamtverantwortung für ihr jeweiliges Bundesland wahr. Für Niedersachsen ist dies Dieter Salverius, der direkt in der neuen Zentrale der Bundesgeschäftsstelle seinen Sitz hat. Thies O. Wolfhagen, Geschäftsführer des Landesverbandes Schleswig-Holstein hat im Land zwischen den Meeren die Aufgabe übernommen und Mai Bartsch setzt ihre Tätigkeit in Mecklenburg-Vorpommern fort. Die ehrenamtliche Verantwortung der neuen Konstruktion trägt Hans-Hubert Hatje, Vizepräsident im Präsidium der DLRG. Die Landesverbände behalten weiterhin wichtige Aufgaben, wie die Akquisition und Betreuung von Badestellen und Wachgebieten, die Kooperation mit den Kurverwaltungen, die fachdienstliche Aufsicht über die Wasserrettungsstationen in ihrem Bereich und die Überprüfung der Einhaltung der Bedingungen für das Zertifikat „Lifeguarded Beach/bewachter Strand“.

Bewerbungsformular hier!

Neujahrsschwimmen der DLRG Simmern



Die DLRG Simmern begrüßt das neue Jahr traditionell kalt und nass, denn beim Neujahrsschwimmen der Ortsgruppe gilt es – nein nicht im wärmenden Neoprenanzug, sondern in regulärer Badebekleidung – eine Bahn im Naturfreibad Simmern zu schwimmen. Die traditionsreiche Veranstaltung fand bereits zum 19. Mal statt.

Das Wasser hatte am Samstag, dem 1. Januar erfrischende drei Grad, als sich insgesamt 32 Teilnehmer in die Fluten stürzten. Der Jüngste war zwölf, der Älteste 70 Jahre alt. Und ein Teilnehmer konnte den Rekord der weitesten Anreise für sich verbuchen, war er doch aus Neuseeland angereist, allerdings nicht ausschließlich für das Neujahrschwimmen.

Zwei Rettungstaucher und Sanitäter sorgten für Sicherheit, konnten sich aber auf das Zuschauen und Anfeuern beschränken. Für alle Teilnehmer und auch die Zuschauer gab es im Anschluss wie immer heiß Gulaschsuppe und alkoholfreien heißen Glühpunsch.

Der DLRG Landesverband Rheinland-Pfalz wünscht allen Mitgliedern, Freunden und Förderern ein gutes und erfolgreiches neues Jahr!

DLRG Landau: 41 neue jugendliche DLRG JUNIOR-RETTER

Junior-Retter der DLRG Landau.

In den zahlreichen Ortsgruppen des Landesverbandes wird eine ausgezeichnete Ausbildungs- und Jugendarbeit geleistet. Als ein Beispiel von vielen stellen wir hier einmal die DLRG Landau vor.

Die DLRG Landau führt jedes Jahr fast zwei Dutzend Kurse parallel durch. Nach circa einjähriger Kurszeit hat die DLRG am 20. Dezember 41 verdiente Urkunden und Abzeichen für die bestandene Prüfung des DLRG Junior-Retters im Vereinsheim überreicht.

Die stolzen 41 Jugendlichen wurden persönlich durch Herrn Pirmin Roth, Sportkreisjugendleiter der Stadt Landau und den 2. Vorsitzenden Hans-Peter Kaimer, sowie durch das Trainer-Team Elisabeth Hagenmüller, Bettina Schreiber und Martin Hagenmüller ausgezeichnet. Pirmin Roth übergab aufgrund des erfreulichen Anlasses im Auftrag des Sportbundes noch eine Spende an die DLRG Jugend.

Insgesamt nahmen am Kurs 45 engagierte Jugendliche teil, von denen 41 die Prüfung mit Bravour bestanden haben. Alle Jugendlichen haben zuvor Ihre DLRG-Schwimmprüfungen im Deutschen Jugendschwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold abgelegt.

Für diese vorbildliche Leistung musste von den Prüflingen unter anderem folgende praktische, sowie theoretische Aufgaben bewältigt werden:

  • 100 m Schwimmen ohne Unterbrechung, davon
    • 25 m Kraulschwimmen
    • 25 m Rückenkraulschwimmen
    • 25 m Brustschwimmen
    • 25 m Rückenschwimmen mit Grätschschwung
  • 25 m Schleppen eines Partners mit Achselgriff
  • Kombinierte Übung in leichter Kleidung zur Selbstrettung, die ohne Pause in angegebener Reihenfolge zu erfüllen ist
    • Fußwärts ins Wasser springen, danach Schwebelage einnehmen
    • 4 Minuten Schweben an der Wasseroberfläche in Rückenlage mit Paddelbewegungen
    • 6 Minuten langsames Schwimmen, jedoch mindestens viermal die Körperlage wechseln (Bauch-, Rücken-, Seitlage); die Kleidungsstücke im tiefen Wasser ausziehen
  • Kombinierte Übung zur Fremdrettung, die ohne Pause in angegebener Reihenfolge zu erfüllen ist
    • 15 m zu einem Partner in Bauchlage anschwimmen, nach halber Strecke auf ca. 2 m Tiefe abtauchen und zwei kleine Tauchringe heraufholen; diese anschließend fallen lassen und das Anschwimmen fortsetzen
    • Rückweg: 15 m Schleppen eines Partners mit Achselgriff
    • sichern des Geretteten durch festhalten am Ufer/ Beckenrand
  • Kenntnisse über
    • Maßnahmen der Selbstrettung
    • Grundverhalten für die Fremdrettung
    • elementare "Erste-Hilfe"

Die DLRG Landau hat aktuell circa 700 Mitglieder und widmet sich in ihrem vorrangigsten Ziel der Aufgabe zur Schaffung und Förderung aller Einrichtungen und Maßnahmen, die der Bekämpfung des Ertrinkungstodes dienen.

Für die permanente Ausbildung in den Bereichen Klein-Kinder und Jugendschwimmen, Selbstrettung und Rettungsschwimmen, Information, Este Hilfe und Tauchen steht demTechnischen Leiter der DLRG Landau Stefan Driehs und seinem Stellvertreter Simon Nichterlein zahlreiche engagierte Übungsleiter/innen und Ausbildungshelfer zur Verfügung.

DLRG: Wer zu früh aufs Eis geht, lebt gefährlich

[Dienstag, 14. Dezember 2010]

Der Winter hat in diesem Jahr früh in Deutschland Einzug gehalten. Die aktuelle Wetterlage lässt derzeit aber nur auf wenigen Seen einen Eisspaziergang zu. In den meisten Gewässern ist die Eisdecke noch zu dünn. Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) rät allen Wintersportlern, mit dem Schlittschuhlaufen noch zu warten. Eltern sollten ihre Kinder über die Gefahren, die auf zugefrorenen Seen lauern, aufklären.

Ludger Schulte-Hülsmann, Generalsekretär der DLRG, rät zur Geduld: „Das Eis braucht Zeit, um tragfähig zu sein. Bei stehenden Gewässern sollte es als Richtwert mindestens 15 cm, bei fließenden Gewässern, wie Bächen und Flüssen sogar 20 cm dick sein“. Auf keinen Fall gleich an den ersten frostigen Tagen das Eis betreten, lautet die Devise der Lebensretter.

Die Rettungsschwimmer der DLRG leisten jährlich 150.000 Stunden Rettungsdienst im Winter und kennen die Tücken der eisigen Idylle. Grundsätzlich sollten sich Wintersportler nur an bewachten Gewässern und nie alleine auf das Eis wagen sowie auf  Warnungen in lokalen und regionalen Medien achten.

Das Eis sendet Signale aus, die jeder erkennen sollte. Dunkle Stellen verraten: Das Eis ist noch viel zu dünn. Hier droht Gefahr einzubrechen, also betreten verboten. Wenn das Eis knistert und knackt, am besten flach hinlegen, um das Gewicht zu verteilen und in Bauchlage zurück in Richtung Ufer bewegen. Besondere Vorsicht ist auf verschneiten Eisflächen und an bewachsenen Uferzonen geboten.

Besonders tückisch können auch Seen sein, die von Bächen oder Flüssen durchzogen sind. An den Ein- oder Ausflüssen kann innerhalb weniger Meter das Eis deutlich dünner und die Eisqualität völlig anders sein, als auf dem Rest des Sees.

Wer sich aufs Eis wagt, sollte sich zur eigenen Sicherheit vorher nach geeigneten Rettungsmitteln umsehen. „Ein umgedrehter Schlitten, ein langer Ast, eine Leiter oder ein Seil sind bei einem Eiseinbruch geeignete Hilfsmittel“, so Ludger Schulte-Hülsmanns praktischer Rat. Im Notfall ist schnelle Hilfe geboten. Der Verunglückte kann binnen Minuten unterkühlen, dann besteht Lebensgefahr. Helfer sollten bei der Rettung einen Sicherheitsabstand zur Einbruchstelle einhalten und sich gegenseitig auf dem Bauch liegend durch eine Rettungskette sichern. Nach der Rettung aus dem Eis sollte der Patient in einem beheizten Raum langsam aufgewärmt werden und sich grundsätzlich in ärztliche Behandlung begeben.

Weitere Hinweise zu diesem Thema finden Sie im Internet unter www.dlrg.de/Rund_um_die_Sicherheit.3624.0.html

Von: Martin Janssen

ACHTUNG: Schwimmen in Rhein, Mosel & Co ist gefährlich!

Gefahren fließender Gewässer

Ob Rhein, Mosel oder auch die „kleinere“ Flüsse wie die Nahe, die Gefahren sind weitestgehend die gleichen. Geschwindigkeit und Kraft der Strömung im Fluss hängen wesentlich vom Wasserstand, aber auch vom Flusslauf ab. Hohe Pegelstände bedeuten eine hohe Fließgeschwindigkeit. Im Rhein beispielsweise stemmt sich auch ein kräftiger Erwachsener nicht mehr gegen die starke Strömung, wenn er in brusttiefem Wasser steht. Und das gilt schon für normalen Wasserstand! In Kurven drängt die Strömung nach außen. Schwimmer dürfen die Strömung nie unterschätzen! Wer von ihr abgetrieben wird, sollte auf direktem Weg das ihm nahe Ufer anschwimmen. Gegen den Strom zurück zu schwimmen gelingt vor allem in den großen
Flüssen auch trainierten Schwimmern nicht. Der kraftraubende Versuch wird bei Erschöpfung schnell lebensbedrohlich. Daher sollte niemand versuchen, einen großen Fluss schwimmend zu überqueren. Mag eine Mutprobe unter Jugendlichen oder die Eisdiele am anderen Ufer noch so verlockend sein, die Vernunft muss hier die Oberhand behalten!


An Landzungen, Kiesbuchten und den steinernen Krippen, die für den Rhein, aber auch die Mosel typisch sind, herrschen oft Strudel, Sogwirkung oder Gegenströmungen. Zwischen zwei Krippen beispielsweise, steht das Wasser oft trügerisch still. Doch schwimmt man über das „Ende“ der Krippe hinaus, wird man plötzlich vom Strom mitgerissen.

Kinder sind besonders gefährdet!

Kinder sind besonders gefährdet, denn sie können die Tragweite und Konsequenzen ihres Handelns noch nicht überschauen. Sie handeln risikoreicher, ahnungsloser und unbekümmerter und können Gefahrensituationen kaum einschätzen. Sorglose Spiele und mangelnde Wachsamkeit am Ufer oder im Wasser sind die Folge, denn Wasser ist für Kinder sehr verlockend. Das Kinder körperlich noch viel weniger als Erwachsene dazu fähig sind, Strömungen, Strudeln und anderen Gefahren zu entrinnen, liegt auf der Hand. Eltern MÜSSEN daher in unmittelnbarer Nähe der Kinder bleiben, um mit ein oder zwei Schritten sofort zugreifen und das Kind aus dem Wasser holen zu können.

Ausführliche Informationen hier zum Download!

 

Pressemeldung der Bundesebene.